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Zwei Exemplare

Zwei Exemplare

Man glaubt es kaum aber hier ist ein bild von zwei meiner kinder mit ihren gemalten butterklies

!

HEy, man glaubts kaum, ein paar fotos! doch jetzt streikts wieder also gebt euch mit dem zufrieden.

ALso Noch zwei tolle DInge sind

Ich kann hier in Ghana das Skorpion Sternbild sehen. das ist sooo toll. ich habe immer IMMER versucht in deutschland es zu sehen aber  es hat nicht funktioniert und jetzt haengt es jede nacht riesig an sternhimmel! es ist toll! Es ist echt gross und schoen!

Die andere unglaubliche nachricht ist, das Barack Obama am 16. juni nach cape coast kommt und ich werde alles erdenkliche tuen um ihn zu sehen! es ist unglaublich! da ist man am ende der welt und wer kommt in meine STadt: Der maechtigste Mann der Welt!!! Was macht der hier? Ghana ist nicht sein heimatland! Naja, ich freu mich drauf!

Ansonsten ist es so, dass jens heute exakt in einem monat zurueck fliegt und dann ist alles vorbei! geht alles sehr schnell! Wir werden es noch geniesen?

Bis dann!

Letzter Schultag

Hallo Leute! ICh melde mich auch mal wieder! Komischerweise sehe ich meine schrift nicht, deshalb entschuldige wenn ich mal totalen quatsch schreibe!
Ich hatte gerstern meinen letzten schultag! Er war…. wie jeder andrer auch!!111 Am ende habe ich halt allen gesagt das ich jetzt weg bin und mad. mary hat sich im namen der schule und des schulinhabers ganz gestelzt bei mir bedankt aber das wars! Nicht sonst. die kinder haben zwar gesagt ich solle nicht gehen, das war suess, aber … naja, ich werde mich auf jedenfall noch mal ordentlich bei denen verabschieden weil wir ja noch ne weile in jukwa sind und die schule weiter streichen wollen und ich so halt noch ein paar mal zur schulke komme obwohl ich eigentlich ja schon weg bin und ich habe denen das auch gesagt aber irgendwie haben das nicht so viele verstanden. zweimal haette ich fast geweint, aber das darf man in ghana ja nicht! gefuehle zeigen, ausser schimpfen, ist nicht so angesagt hier. aber ich werde meinen kleinen noch allen was schenken, wenn ich ganz abschied nehme und dann werd ich bestimmt weinen. wegen denen will ich nicht weg aber eigentlich bin ich froh, das ich nicht mehr zu schule muss weil die mich einfach aufgeregt haben. die angeblich beste schule in jukwa ist einfach schrott, bis auf die kinder hat sie nichts zu bieten.

juhuu, jetzt sehe ich meine schrift. werde aber nicht nach fehlern suchen.

Ja, dieser abschnitt ist jetzt also vorbei, keine schule mehr. wie jetzt die naechsten zwei wochen werden weiss ich noch nicht wirklich. werden ahlt die schule streichen und vielleicht mal valentina in ihrer schule besuchen und da ein bisschen wirkbel machen, das die kinder auch mal etwas kreatives machen koennen. jens hatte die tolle idee mit meinen kindern mt wasserfarbe(ein wunder, hier gibt es wasserfarbe, natuerlich aber scheiss qualitaet) schmetterlinge zu malen. wuerde euch ja gerne ein bild dazu hochladen. aber funktioniert mal wieder nicht!

war meine letzte schulwoche ziemlich krank. ich weiss nicht warum aber ziemlich margen darm probleme und deshalb habe ich zum ersten mal in meinem leben eine tablette genommen. ich hatte einfach das gefuehl das es nicht mehr weg geht, weil es schon seit dem wochenende in kumasi so war, wo ich eigtnlich sehr gutes essen gegessen habe. jetzt ist es weg, aber es war abartig diese tablette zu essen. naja nicht zu aendern. ich werd ja nicht dran sterben.

Also allen die ihr abi hinter sich haben und sich trotzdem noch daran erinnern diese seite zu lesen, herzlichen glueckwunsch! Ich bin mir sicher ihr seit alle gut durchgekommen! Also von einer glanzleistung im muendlichen hab ich ja schon gehoert, sonst noch welche?

habe mich an der alanus hochschule fuer den studiengang betriebswirtschaftslehre beworben und es scheint ganz gut zu laufen. hab eine mail von denen bekommen und die haben mich aufgefordert mich schon mal fuer die praxiserfahrung zu bewerben. also vielleicht ziehe ich dann dieses jahr nach bonn. wir werden sehen.

das wars dann mal wieder von mir. es ist zwar noch ganz viel anderes passiert aber …. zeit laeuft ab und ich bin nicht so kreativ heute!

Geniest die letzten fuenf einhalb wochen noch, danach bin ich wieder da und brauche beschaeftigung!

Bilder

Erstatte Meldung!

Hallo zusammen,

lang nicht mehr von mir gehoert, was? Ja stimmt. Hab halt manchmal besseres zu tun als euch Voll… naja, lassen wir das.

Ja also: Ich war nen Monat auf ner Farm, war klasse. Jetzt bin ich zurueck in Middelburg, ist auch klasse.

Wann ich euch das naechste Mal schreiben kann, weiss ich noch nicht, hoffe ihr habt euch ueber meinen Farm- und Rueckkehrbericht gefreut.

fluester: In einigen Tagen gibt’s was ernsthaftes;)

So Jens und ich sind jetzt genau zwei Wochen auf reisen und jetzt gehts wieder zurueck zum gemuetlichen Alltag in Jukwa(fuer mich) und zur aufregenden neuen Erfahrung fuer Jens!
Wir haben unglaublich viel gesehen, sind unglaublich weit gefahren, haben unsere vier Buchstaben sehr stapaziert bei stundenlangem Fahren ueber erdpisten mit keinem Ende und zu vielen Loechern. Gestern sahsen wir sage und schweige neun stunden in einem Trotro von Tamale nach Kumasi nachdem wir um drei Uhr aufstehen mussten um den Bus vom Mole Park nach Tamale zu bekommen (die fahrt hat auch vier stunden gedauert). Also fuer alle die nicht rechnen wollen: wir sahsen 13 stunden im Bus bzw Trotro!
Aber das ist egal weil naemlich einfach was unglaubliches passiert ist!! ICH HABE ELEFANTEN GESEHEN!!!!!! Wollt ihr es noch mal lesen? ELEFANTEN!!!!!ELEFANTEN!!!! Ganz viele! 15 MEter entfernt!!! Eigentlich soll man 50 meter abstand halten aber bei uns waren es nur 15!!! und das mit Pfefferminze auf dem BOden und den Geruch in der Nase! Es war TOLL!!! Leider haben wir vergessen Pfefferminze zu sammeln fuer Tee (ich bin so bloed, MArina ;-) ) Der Mole PArk ist wirklich toll! leider auch wirklich teuer aber das ist mir egal wegen den ELefanten!!!! Dort gibt es auch einen swimmingpool und wir waren im regen schwimmen! das wasser war herrlich warm, die Aussentemperatur schoen kalt!!! Swimmingpool mit blick auf das Waaerloch wo sich die elefanten getummelt haben wenn sie nicht gerade an unserem Zelt vorbei gelaufen sind! Dann gabs da noch Affen und Stachelschweine (oder so aehnliche haessliche Dinger) die uns unseren Proviant aufgegessen haben (Haben meinen Rucksack aus dem zuen zelt (vorzelt) herausgezogen und alles aufgegessen (reis, ketchup, spaghetti, cerevita), diese frechen dinger!
So aber jetzt mal von anfang! Jens und ich haben uns am montag vor zwei wochen auf den weg gemacht, richtung accra um unsere reisepaesse zu verlaengern und dann ganz schnell wieder abzuhauen! Tja, auf der fahrt ist mir dann aufgefallen, das man die nur bis ein uhr verlaengern kann also eine nacht in accra bleiben! Am naechsten tag schnell die sachen erledigt und schnel raus aus accra zu den shai hills! Dort gabs dann ganz viele baboons (affen) die unsere sachen stehlen wollten. Uebernachtet haben wir in einem Haus was wie ne Waldorfschule gebaut war (fotos hoffenlich spaeter) aber trotzdem in unserem Zelt. Am naechsten tag haben wir eine wanderung auf einen nahegelegenen berg gemacht von dem man der park ueberblicken konnte! ganz viele schoene schmetterlinge gabs da und jens hat sogar eine schlange gesehen! An diesem tag abends kam dann noh eine familie auf bournemouth hinzu mit sechs zelten und unmengen an obst was die affen geklaut haben! Die erste nacht im zelt war uebrigens die hoelle! ich habe noch nie so viel geschwitzt. es war einfach viel zu warm obwohl wir im schatten standen, aber es kam einfach kein wind hinein! Naja, danach ist es besser geworden, zum glueck! Dann gings nach akosombo, wo der supercoole Staudamm ist, der mal ganz ghana mit strom versorgt hat! Der erste Praesident hat den gegen den willen vieler durchgesetzt und das war eine super idee! leider ist der stromverbrauch der ghanaer so doll gestiegen das der staudamm nicht mehr reicht (das morderne lben hat eben seinen Preis oder auch stromverbrauch) aber der staudamm ist immer noch super! Er ist riesig und haelt einen der groessten Stauseeen in der welt zusammen. NAch einer tour zum staudamm haben wir nach einem schlfplatz ausschau gehalten! jens wollte direkt zum naechsten guesthouse laufen aber ich wollte nicht schon wieder so viel geld ausgeben weil die shai hills schon recht teuer waren! Also sind wir einfach mal losgelaufen um vielleicht ein geeignetes Plaetzchen fuer unser zelt zu finden . Habe dann einen Mann angesprochen ob er vielleicht eine idee hatte und er hat uns erst zu einer stelle im Busch gefuehrt, wo sonst gebetet wird und dann hat er seinen Freund den Pastor angerufen und dieser hat uns zu sich eingeladen, er hatte noch ein zimmer frei! Wir wurden wie engel behandelt (das war auch des pastors und seines freundes ausdruck, das man gaeste wie engle behandeln muss weil es ja sein kann, das sie welche sind). Pastoren haben in ghana ja immer sehr viel geld, also hatte er auch zwei fernseher auf dem ich dann american sweetheards geguckt habe (es war schon uebel wie sehr ich vom Fernseher angezogen wurde. nach fuenf monaten ohne irgendeine flimmerkiste laest man sich leicht einwickeln).Die ghanaer gucken ja sowieso wos nur geht fernsehn auch manchmal mit zwei laufenden fernsehern. Von stromsparen haben sie hier noch nichts gehoert, das licht brennt ja auch immer in der NAcht weil manche zum beispiel denken, das licht Gott bedeutet und ohne lich ist auch keine gott da! Zurueck zum pastor! Er hat uns bekocht und alles moegliche getan um alles super zu machen. Abends ist er noch mit uns zum teuren Volta Hotel gefahren und hat und von dort den beleuteten Staudamm gezeigt und einen drink aufgegeben.Danach wurde noch etwa ne halbe stunde durch akosombo gefahren um uns die stadt zu zeigen. akosombo ist eine sehr schoensten staedte (oder eher dorf) in ghana weil dort geplant wurde!!! Alle haeuser haben ihren quadratischen platz mit garten und so weiter und alles ist schoen angelegt (man merkt das dort von anfang an das geld da war um ordentlich zu bauen). In anderen Staedten und doerfern sind die Haeuser wahlos irgendwo hingestellt, da wo noch ein bisschen platz war! Es gibt keine gruenen flaechen geschweige denn einen garten!
So ich werde naechste mal weiterschreiben! Aber wahrscheinlich ist das bei eurer schreibfaulheit trotzdem noch frueh genug!
Jens hat uebrigens auch eine seite! kitatzu.wordpress.com (Glaub ich!)
Also bis dann!

Zwei Dinge

Hey ihr,

moechte euch erstens gerne eine Dokumentation ans Herz legen – ueber biodynamischen Landbau. Jaja. Tim hat sie mir letztens gezeigt und sie ist sehr gelungen. Sie nennt sich „How to save the world“ – ein sehr heroischer Titel fuer ein allerdings auch eine wirklich etwas heldenhafte Dokumentation. Ich weiss nicht, ob es die auch in Deutsch gibt, fuer meine Eltern zB ;) , muesste man sich dann mal erkundigen. Es geht um einen 80jaehrigen Neuseelaender, der nach Indien geht, um da die Idee hinter dieser Landwirtschaft zu verbreiten – und das erstaunlich erfolgreich. Hat mir sehr gut gefallen. Einigen von euch ja vielleicht auch.

www.howtosavetheworld.co.nz 

Die andere Sache ist, dass wir morgen einen ausserplanmaessigen Feiertag haben hier in Suedafrika. Es ist Wahltag. Mit ein wenig Spannung wird darauf gewartet, wie weit die Mehrheit der ANC dieses Mal reicht, wie sich die DA gewehrt hat und die neugegruendete COPE macht.

Die ANC, der “ African National Congress“ und die Partei Mandelas, hat immer noch recht viel Vorschuss bei vielen Menschen hier aufgrund der Dinge, die dieser aussergewoehnliche Mensch so geleistet hat. Deswegen zweifelt man eigentlich nicht daran, dass der Kandidat Jacob Zuma es machen wird. Hier werden auch fleissig die Erben des Nelson beschworen – viele tragen ANC T-Shirts mit einem Mandela-Bild darauf. Selbst Zuma tut das. Zuma ist aber zumindest ein recht zweifelshafter Mensch – kuerzlich wurde ein Verfahren gegen ihn fallen gelassen wegen Koruption. Die Anwaelte haben sehr viel Wert darauf gelegt, dass das Verfahren erst nach den Wahlen richtig in Fahrt kommt. Irgendwie komisch. Also trifft man mittlerweile aber auch schon recht viele Leute, die dem Jacob nicht ueber den Weg trauen.

Die DA, die “ Democratic Alliance“ stellt zur Kandidatur die weisse Buergermeisterin Kapstadts und ist so ein wenig der Gegenpart zur ANC. Die haetten gerne das Verfahren gegen Zuma vor den Wahlen laufen gesehen. Ansonsten hab ich mit meinem Halbwissen das Gefuehl, das die Partei noch sehr weiss-bestimmt ist.

Die COPE ist eine ganz neue Partei, die aber schon erheblich hier beachtet wird. Sie haben sich geformt als eine Art Absplitterung von der ANC, da einige mit der Politik dieser nicht mehr so richtig zufrieden waren. Unter Jugendlichen scheint mir diese Partei recht populaer zu sein. Aber wir werden es sehen.

Nach den Drakensbergen, die wir ja eigentlich in zwei Stationen, Norden und Süden, erkunden wollten, wir uns aber kurzerhand den Süden gespart haben, weil der ungünstig für unsere Reiseroute lag und weil wir schon so viel Zeit im Norden verbracht hatten, sind wir – besser: wollten, wir uns an die sog. South Coast begeben. Simeon hatte, wie schon leicht erwaehnt, am letzten Abend viel getrunken, so dass der Alkohol das ohnehin schon recht gemuetliche Gemuet des Reisepartners unterstuetzte und wir erst sehr spaet loskamen. Wie schon auf meiner ersten Reise sind wir dann natuerlich auch wieder mit den sich von unseren unterscheidenden Plaenen des Taxifahrers in Bedraengnis gekommen – das Taxi war mal wieder nicht voll. Erst nach 7 Uhr waren wir daher Durban, der drittgroessten Stadt Suedafrikas, die eigentlich nur eine Zwischenstation darstellen sollte. Es fuhr aber um diese Zeit kein Taxi mehr weiter nach Umzumbe, so dass wir uns entschieden, in einem recht langweiligen BP uns fuer eine Nacht einzunisten. Am naechsten Morgen die total westlich wirkende Stadt erkundet, wenn man schon mal da ist. Eine Shoppingmall, ein vollgepackter Strand, sehr viel Security ueberall und der sehr interessante indisch und afrikanisch angehauchte Victoria Street Market. In letzterem kann man viele Souvenirs erfeilschen, viel Faelscherware und indische Gewuerze. Simeon und ich hatten dann erstmal eine Grundsatzdiskussion ueber den Umgang mit solchen geklauten, kopierten Sachen. Das Durban so viele Inder beherbergt liegt an dem maechtigen Seehandel, der von der Stadt mit dem riesigen Hafen am indischen Ozean, ausgeht und der schon lange die Stadt auszeichnet.

Dann weiter an die erwaehnte Kueste, dieses mal mit einem halbleeren Taxi was uns sehr verwunderte. Es rechtfertigt sich dann aber dadurch, dass unterwegs an der Autobahn ohne Ende Leute aufgegabelt werden. Im Mantis & Moon Backpackers angekommen sind wir dann erstmal an den Strand, sehr schoen aber auch sehr steil. Nicht so schoen an der ganzen Gegend ist, dass es sehr verbraucht und mit Touristenapartments vollgepackt ist. Durch die sehr kuestennahe Strasse ist die ganze Kueste dann auch den Wuenschen der meisten Touristen nach gut erschlossen. Der BP aber ist sehr toll, ein Deutscher hat den sich hier aufgebaut. Besonders die Bar. So verbringt man dann dort schnell drei Tage mit manchmal spaetem aufstehen, surfen, einem Ausflug und einem Thaiessen. Der Ausflug ging in den Oribi Gorge Nature Park mit einer tollen Wanderung zu einem versteckten Wasserfall und anschliessender 100m-Felsschaukel. Das sieht dann so aus, dass man in wunderschoener Natur direkt an einem Wasserfall, in eine Schlucht springt, 80m frei faellt und dann so schaukelartig von dem Seil noch ein paar mal mit viel Schwung durch den Fall hin- und hergeschaukelt wird. Simeon hatte leider zu viel mit seiner Hoehenangst zu kaempfen, also musste ich als einziger springen. Ein Wahnsinnserlebnis. An das Thaiessen sind wir durch eine Bekanntschaft in der Bar gekommen. Eine Thai und ihr britischer Ehemann – ein Schelm, wer da Boeses denkt, waren dort und haben uns fuer den naechsten Abend zu einem Essen in ihr Haus eingeladen. Es war soo gut. Durch ein paar sehr komische Deutsche, nein, eher sehr typische, sind wir dann umsonst nach Coffee Bay gekommen, wo ich ja schon auf meiner ersten Reise war. Dummerweise hatte ich aber Simeon zu viel Gutes von dort erzaehlt, so dass er dort auch hinmusste. Typisch deutsch war in dem Fall: Fuer 14 Tage einen dicken Bus gemietet, schnell im Eiltempo verschiedene Attraktionen in Suedafrika abgeklappert und bitte schoen waehrend der Fahrt durch Staedte doch die Tueren immer von innen verschliessen – wer weiss, was die Afrikaner da draussen so anstellen koennen! Zwei aeltere Rechtsanwaelte aus Bayern und ihre Frauen.

In Coffee Bay die bekannten Leute erneut begruesst und das tolle Leben dort genossen: Eine tolle Wanderung mit dem wundervollen Lindani in eine Meeresbuchhoehle mit Fledermaeusen und anschliessendem von einem Felsen ins Meer springen. Danach noch surfen am tollen Strand. Am naechsten Tag schon wieder aufgemacht zum BP in Mdumbi, die Kueste wieder gen Norden. Drei Stunden entlang der wundervollen Kueste der Wild Coast mit einer Flussueberquerung mit Boot. Der BP in Mdumbi ist recht ruhig, Jungs, die am Tor uns anbieten, Feuerholz zu sammeln und damit ein wenig Geld zu verdienen, ermoeglichen uns ein tolles Lagerfeuer am Abend. Zuvor haben wir noch kaltbluetig den gekauften Crayfish in kochendes Wasser geworfen und mit Nudeln verspeist. Sehr lecker, ein wenig wie Hummer wuerd ich schaetzen. Das letzte Gespraech am Feuer noch sehr genossen, fuer Simeon ging es dann am naechsten Tag leider zurueck nach Mthatha, dann Port Elizabeth und dann – Deutschland. Er hatte vor nicht allzu langer Zeit mit seiner Freundin Schluss gemacht, die eigentlich der Grund war, warum er nur fuer drei Monate hier war. Jetzt hatte er ueberhaupt keine Lust zurueck zu muessen. Leider hatte er den Flug aber mit vollen Stornogebuehren gebucht, also ging kein Weg drum herum. Ich habe mich dann also von dort alleine auf den Weg gemacht, nach viel Hin- und Hergedenke, weil mir eigentlich alle davon abgeraten haben, die Tour alleine zu machen, ich solle doch zumindest einen Guide arrangieren, wurde mir gesagt.

Von hier an kopiere ich einfach mal meinen Tagebuchtext:

Jetzt schreibe ich mal fuer meine Reise richtig Tagebuch. Sonst hab ich mich ja immer durch Stichworte kurzgehalten, fuer die Wanderung aber ist das nicht angebracht. Nicht angebracht, weil ich abends die Zeit habe, was daher, dass ich mein Buch verloren habe, daher also die sowieso schon Mengen von Zeit zur „oho, dass ist aber mal richtig viel -Zeit“ werden. Auf der anderen Seite wird es meiner kleinen Wanderung auch nicht gerecht nur in Stichworten im Buch zu stehen.

Spaetestens jetzt, wo ich hier alleine an meinem tollen Feuer unter sternenklarem Himmel mit Sicht auf das Meer in meiner verborgenen Lichtung sitze, habe ich das GEfuehl, mich alleine aufzumachen war die richtige Entscheidung. Hier hingekommen bin ich nach vier Stunden wandern. Musste wieder einen Fluss ueberqueren, da hat mir jemand mit so einem halbfunktionierenden Motorboot ausgeholfen. Die ganze Zeit an der Kueste entlang gewandert mit einem, dieses Mal nicht ganz so schweren, aber immer noch gut fordernden Rucksack auf dem Ruecken. Ueber Felsen, durch den Sand oder barfuss durch das anwallende Wasser. Habe auch vier Maenner getroffen, die daher kommen, wo ich hin will: Port St. Johns. Sie haben dafuer von hier aus noch drei Tage gebraucht. Habe ein kleines Geisslein einsam am Strand gefunden, mitgenommen und kurz darauf wieder abgesetzt, nachdem mir ein Junge mit gewissem Unverstaendnis klargemacht hat, dass das jawohl vollkommen normal ist und die Mama es schon bald wieder abholen kommen wuerde. Gut. Wusste ich jetzt halt mal nicht.

Die Landschaft hier ist der Wahnsinn. So furchtbar schoen und verlassen. Bilderbuchhaft und doch mit Charakter. Ich habe mein Zelt jetzt an einem Sandstrand, ein wenig in den Duenen versteckt, aufgebaut, ein Feuer gemacht und mit ein paar Jungs, die ich am Strand getroffen habe, ausgemacht, dass sie mich morgen frueh um 7Uhr mit einem Boot ueber die Flussmuendung, die als naechstes jetzt kommt, bringen und dafuer was Geld bekommen. Mal sehen, ob sie kommen. Sonst muss ich mal schauen und auf Ebbe hoffen. Ich bin an diesem Strand ganz alleine, kann nicht einmal ein Haus sehen. Es ist unvorstellbar schoen. Das Feuer brennt gemuetlich und ich braeuchte es doch nicht, weil es auch so warm ist. Ich schwebe. Ich schwebe in Wohligkeit und Genuss in einer wundervoll anderen Welt – der Orion wacht eifrig ueber mich.

Shu! Bin ich muede. Dabei ist es erst halb 9. Aber nach sieben Stunden wandern kann man auch nicht den gewohnten Rhythmus haben. Ich bin heute morgen um 7 Uhr, nachdem ich um 6Uhr knapp den Sonnanaufgang verpasst habe, aufgestanden. Dann musste ich noch mein taunasses Zelt verpacken und auch sonst war, wie so oft morgens frueh bei mir, alles etwas usselig. Die Jungs sind nicht gekommen also bin ich erstmal den Fluss etwas aufwaerts gewandert, habe aber keine Stelle gefunden, die sich zum durchqueren eignet, gefunden. In einem Ferienhaus mit Boot war ausser dem Hund noch keiner wach. Mein Blick ging schon zurueck zu meinem tollen Nachtstellplatz und die Kueste wieder herunter. Mein Kopf hat das aber gluecklicherweise nicht mitgemacht. So habe ich nach einem Probedurchgang den Fluss mit Rucksack auf dem Kopf an der fuer mich geeignet scheinenden Stelle durchwatet. Ausser das ich nicht so heiss darauf war um halb 8 morgens bis zum Bauchnabel durch das kalte Wasser zu waten war es okay. Weiter entlang der felsigen Kueste. Nach einem heftigen Anstieg mit mehreren Verschnaufpausen bin ich dann wieder anderen Wanderern begegnet. Die hatten einen Guide, was anscheinend ja manchmal echt recht praktisch sein kann – an dem Huegel mit dem ueblen Anstieg sind die dreist auf einem mir unbekannten Pfad vorbeigelaufen. Klasse. Warum aber einfach, wenn es auch schwierig geht?

Kurz darauf Jungs getroffen, die mir den weiteren Weg gezeigt haben. Fuer mich ausgewiesen gut war, dass sie unglaublich Spass daran hatten, meinen Rucksack zu tragen. Die vier tollen Jungs haben mir dann auch den naechsten Shop gezeigt, wo ich ihnen etwas Geld gegeben habe fuer ihre grosse Hilfe. Mit einem fetten Brocken im Hals sieht man dann wie die Jungs von dem Geld ein Brot gekauft haben. Wie untragbar ist diese Armut? Habe auch etwas eingekauft und ihnen dann noch das Wechselgeld in die Hand gedrueckt. Mit Freuden haben sie dann noch die kleinere meiner mittlerweile zwei Wasserflaschen entgegengenommen. Man stelle sich das mal vor: Jungs, die sich ueber eine halb mit Leitungswasser gefuellte Flasche freuen. Ich hab sie sehr ungern verlassen.

Dann durch ein Nature Reserve und ueber einen wunderschoenen langen Strand. An dessen Ende wieder Jungs gefragt nach dem Weg nach Mpande. Die haben mich dann auch mal eben direkt fuer den Rest des Tages begleitet und mir gute Abkuerzungen gezeigt. An Frauen vorbei, die mit Meereswasser Kleidung waschen und durch Wiesen und Felder. Toll hier ist das Zusammenleben von Mensch und Tier. Die meisten der benutzten Pfade werden von beiden gleichzeitig genutzt, man weiss nicht mal, wer die Pfade ins Leben gerufen hat. Viele enden oder passieren aber kleine Wasserstellen – also wahrscheinlich eher die Tiere: Kuehe, Ziegen und Schafe. Man sieht ueberall auch so viele grosse Schmetterlinge! Hier angekommen, bin ich per Zufall erstmal auf einen erfrischenden GinTonic eingeladen worden, als ich faelschlicherweise in den Garten eines Ferienhauses einer Familie eingebogen bin. Die Familie war sehr nett und der Drink sehr erfrischend. Eine Familie aus Johannesburg. Von dort weiter zum BP „the Kraal“. Der war aber leider komplett vermietet wegen einer Familienfeier. Man hat mich dann hingewiesen auf Unterkuenfte, die von den locals unterhalten werden – dort bin ich jetzt. Ein kurzer Schlaf und eine kalte Dusche haben mich ins Leben zurueckgeholt. Dann noch Samp and Beans mit Chicken und Potatoes gegessen, was trotz ersterem echt gut war. Jetzt sitze ich hier, hoere den Pub hier laut Musik spielen und gehe gleich schlafen. Eigentlich wollte ich die Familie noch mal besuchen aber dafuer bin ich jetzt zu muede und meine Fuesse schmerzen zu sehr dank beschissener Suedafrika-Sportschuhe fuer umgerechnet 9Euro. Das Dilemma ist, dass man hier ja auch das bekommt, was in Europa keiner haben will und dass wegen des schwachen Rand es sich nicht lohnt, Qualitaet herzustellen. Zum kotzen. Dabei sind die Menschen hier viel hilfsbereiter, fröhlicher – ohne sich zu jeder Zeit unseren westlichen Luxus leisten zu müssen.

Keine Ahnung, wie – aber ich habe es geschafft! In drei Tagen von Mdumbi, vier von Coffee Bay, nach Port St. Johns. Heute morgen hatte ich noch ganz kurz wieder das Angebot des BP in Mpande im Kopf, mich oder zumindest mein Gepaeck nach Port St. Johns bringen zu lassen, weil die sowieso dahin fahren mussten. Das habe ich mir dann aber erstaunlich schnell wieder aus dem Kopf geschlagen, das waere es nicht gewesen. Also bin ich nach einem tollen Fruehstueck mit Xhosabrot und porridge und nach der Verabschiedung von der tollen Haushaelterin, die kaum ein Wort Englisch verstand, losgestapft. Nach einem kleinen Fluss direkt mal die Pruefung des Tages: ein steiler Huegel, 15 Minuten aufwaerts. Das schlaucht mit meinem Rucksack schon gut, der Schweiss hatte mich da schnell wieder. Eine Frau per Zufall getroffen, die mir natuerlich gerne den Weg gezeigt hat. Langsam fingen meine Fuesse da schon wieder an zu schmerzen, grausam, diese Schuhe. Wie kann man nur so doof sein und sich so Schuhe kaufen (obwohl das noch nicht mal die guenstigsten waren)!? Alles andere war ja kein Problem, zumindest kein grosses, aber dieser staendige Schmerz verdirbt einem schon gut die Laune. Die ganze Sohle schon durchgedrueckt! Recht schnell den naechsten Fluss erreicht, hier hat es etwas gedauert, bis ich jemanden gefunden hatte, der mich ans andere Ufer gebracht hat. Am wunderschoenen Strand entlang, das Kuehlen der Fuesse im Meereswasser tut so gut! Wieder einen Jungen getroffen, der meinen Rucksack ein Stueck weit getragen hat, dann an den Klippen entlang. An der Kueste angeln viele locals, auch wenn der Ertrag wohl nicht so gross ist koennen sie damit zumindest ihre Familie miternaehren. Auch die Kleinen haben ihren Stock mit Schnur. Am letzten Fluss meiner Reise die Faehre mit einem Gong herbeigelaeutet, fuer die restliche Wegstrecke einen RedBull gekauft und genossen. „Einfach an der Kueste entlang – dann bist du in zwei Stunden da!“, so der Faehrmann. Was ein Scheiss! Die Kueste wurde zum Klippenkletterkurs und mit der Zeit haben die es hier auch nirgends – oder mein Gepaeck macht so viel aus. Irgendwann hab ich mich entschieden lieber den Hang hochzuklettern. Die fluechtenden Ziegen waren schnell ausser Sichtweite. Gluecklicherweise bin ich schnell auf den vorgesehenen Pfad gestossen, wie so oft fuehrt der auf der Kuppe des Huegels entlang. Puh – endlich mal flaches Gelaende. Trotzdem habe ich mich dann entschieden, dass meine Flip Flop’s auch nicht schlechtere Dienste leisten koennen als die suedafrikanischen Aldi-Schuhe und hab umgeruestet. Powerpaket mit Flip Flop’s und Socken – sieht scheisse aus und ist es mit der duennen Sohle auch. Alles besser als Aldi. Mittlerweile war die Sonne wieder da. Auf dem Weg zu meiner letzten Stunde der Wanderung hat mich dann ein Mann angehalten, der mir dringends davon abgeraten hat, das letzte Stueck durch den Wald zu laufen, zu haeufig sei dort schon jemand ausgeraubt worden. Dasselbe hatten mir auch schon die Leute in den BP’s gesagt also fing ich an zu gruebeln. Wollte es dann nicht riskieren also das naechste Auto angehalten und mit dem Auto nach PSJ. Bin so also nach 8 Stunden Wanderung und etwas Taxifahrt hier angekommen, im Jungle Monkey Backpackers. Ein nettes Plaetzchen. Meine jeden-Tag-Wanderklamotten stinken bis zum Himmel, ich sitze hier glücklich meinen Fuessen die verdiente Pause gönnend, trinke Bier und höre den „mich hört man in Südafrika in jedem Backpackers“: Jack Johnson.

Mangoparadise

JEns ist angekommen! Hat alles super geklappt! Wir sind jetzt in jukwa und ich muss noch bis donnerstag in die schule und danach gehts los! Voltaregion, dann mit dem schiff hoffenltich nach tamale und mole park mit hoffenltich elefanten und moeglicherweise spontan nach burkina faso! Mal sehen was sich so ergibt! Jens ist ein bisschen am leiden wegen der hitze, aber heute ist es schoen `kalt`!

Hier werden jetzt anstatt orangen mangos auf der stasse verkauft! unmengen an mangos! Fuer 10 cent eine(aber kleiner als in deutschland) Aber trotzdem lecker! Die kokosnuesse schmecken jetzt auch lecker, sodass wir wohl oefters eine kokosnuss schluerfen werden! Aber nicht die dunklen, die wir kennen sonders die gruenen!

In der schule hab ich noch mal ein bisschen gestrichen, so ein typischen kinderbild, was wir mit 5 jahren malen, mit haus, boot, baum, wolken, sonne, junge, ballons und blume und voegeln! Wuerde ja gerne ein bild hochladen, aber das funktioniert ja nicht! Aber die kinder habens natuerlich wieder sofort ein bisschen ruiniert(drauf rum geschrieben und verwischt) aber darauf war ich vorbereitet!

DAnn musste ich jetzt noten schreiben, wusste aber gar nicht das ich vorher mal noten von hausaufgaben und exercises haette aufschrieben muessen. also habe ich mir die noten mal so zusammen gedacht! Hoffenltich ok! Die mussten ein examen in creative arts schreiben obwohl sie nie creative arts hatten bevor ich kam und ich auch gar kein buch oder vorgabe hatte was ich denen beibringen musste. also haben sie das examen einfach mal geraten! Ach ja, ghana!

Bis bald! Wir melden uns vielleicht zwischendurch mal! Ansonsten bis in vier wochen!

Werde euch in zwei Etappen von meiner REise berichten und dann muss ich euch ja auch ueber meine neue Arbeit berichten. Es gibt also viel zu tun.

Unsere Reise begann quasi mit der Verabschiedung von den Kindern und dem gesamten Haus. Simeon, Daniela und ich verlasen die Foundation ja alle am selben Wochenende also gab e seine kleine Abschiedsfeier. Wir drei durften die letzten Tage vor dieser schon immer das Haus nicht betreten, weil geheim geprobt wurde für kleine Auffuehrungen. Nach Picknick mit Pizza vom Pizzamann, schwimmen im Swimmingpool, Stockbrot für die Kleinen und Spaghetti Bolognese diniert von Daniela gab es dann am Samstagabend im renovierten Klassenraum das große Treffen. Die Mädchen haben toll getanzt, die Jungs haben “gumbootdancing” gezeigt -wundervoll. Mit den Tränen kämpfend haben sie sich dann noch, als wir alle in einem großen Kreis standen, singend von uns verabschiedet, uns viel Glück gewünscht und uns für die Arbeit dort gedankt. Dann haben wir noch ein gebundenes Büchlein geschenkt bekommen, in dem jedes der Kinder eine Seite gestaltet hatte. Es war so wunderbar – und wunderbar schwer. Anschließend haben wir dann noch mit den älteren Stockbrot mit Marmelade gemacht. Ein würdiger Abschluss. Daniela ist noch am selben Abend los, wir Jungs erst am nächsten. Den Tag haben wir dann noch mit organisieren, packen und trauern verbracht. Habe den Kindern, den älteren, jedem ein Foto von sich selbst geschenkt mit einer kleinen Nachricht auf der Rückseite. Abends die Kinder noch mal gedrückt und los ging’s. Die Mädels haben uns noch zum Bus begleitet. Mit dem Bus nach Bloemfontein, dort auf harten Bänken noch etwas geschlafen und dann weiter nach Harrismith. Von dort mit dem Taxi weiter Richtung Bergville immer näher den Drakensbergen. Der Taxifahrer wäre dann noch fast an unserem Backpackers (BP) vorbeigefahren, hätten wir in nicht darauf aufmerksam gemacht. Dabei hatte er uns doch zuvor noch versichert den Weg zu wissen. Angekommen und einen ruhigen Abend verbracht. Einen Naturfotografen, der mich sehr an Paco erinnert hat, aus Holland getroffen und nette Gespräche geführt. Am nächsten Morgen früh auf den ersten Trip aufgemacht zum Amphitheater. Lange Fahrt, noch viel längere Wanderung – am Ende steht man auf dem riesigen Felsplateau auf 3100m, was wegen seiner Halbkreisanordnung an die alten griechischen Theater erinnert, und hat eine atemberaubende Aussicht an einer Klippe sitzend, an der es 200m nur steil bergab geht. Weiter gewandert und den zweitgroessten Wasserfall der Welt gesehen, der von diesem Felsplateau bergab sich ergießt. Allerdings ein recht kleines Rinnsal, daher zumindest eingeschränkt beeindruckend. Zurück über Felsleitern, mit denen Simeon so seine Probleme hatte. Zurück im BP viel mit zwei Norwegern geredet, Peter (Vorsicht bei der Aussprache! Klingt in Norwegisch eher wie einganz übler Hustenanfall) und Johannes, etwa in unserem Alter uns sehr nett. Für den nächsten tag ausgemacht, den Royal Natal National Park zu besuchen, die beiden besaßen praktischerweise ein gemietetes Auto. Also los am nächsten Tag und erstmal eine kleine Wanderung zu den Kaskaden, ein hübscher, stufenartiger Wasserfall mit Pool – sehr kalt. Danach wollten wir eigentlich Pferd reiten gehen, da war aber kein Guide verfügbar. Also haben Simeon und ich uns noch mal zu einer Wanderung aufgemacht, die Jungs sind zurückgefahren. Mit dem BP telefonisch einen Lift zurück für 16:30 organisiert. Also noch zwei Stunden Zeit, Strecke rausgesucht, die zu der Zeit passen sollte und los ging’s. Tolle Wanderung am Fuße des Amphitheater – das, was man gestern noch vom Kopfe gesehen hatte auf dem Berg, heute am Fuß bestaunt. Durch hohes Gras und Gestrüpp. Wahrscheinlich war die Stecke aber für zwei Stunden ein Weg ausgezeichnet, also haben wir uns irgendwann über eine abenteuerliche Abkürzung steil einen Hang hinab mitten durch den Dschungel auf den Rückweg gemacht. Mist – wir hatten die „african time“ vergessen! Wir waren fast pünktlich da, der Fahrer kam uns abholen um: 18 Uhr. Es ist toll, wie man mittlerweile damit umgehen kann, wie man ja selbst ein wenig so lebt. Nach einem heftigen Abend morgens mit viel Ueberwindungsschwierigkeiten nach Lesotho aufgemacht, wieder mit den Jungs. Sie fanden die Idee, dort zu übernachten toll und wollten das dann auch machen. Eine recht langweilige Tour mit einem Guide vom BP mit etwas Felsmalerei und dem selbstgebrauten Bier der Basotho, wie die Menschen Lesothos heißen. So etwas ekeliges hab ich bisher selten getrunken – schmeckt nach gegorenem, sehr wässrigen Hefeteig. Shu! Sind dann dort geblieben als der Rest der Truppe sich auf den Rückweg gemacht hat. Erstmal an der Taverne des Dorfes abgehangen und den Männern dort bei einem Spiel zugeguckt, das Mühle sehr ähnelt. Eigentlich war es Mühle, nur mit den für uns falschen Regeln. Dann sind wir auf die Idee gekommen doch mal zu reiten. Die braven Pferde der locals haben uns fein eine Stunde lang ertragen, meins wurde mir zwar als das schnellste Pferd vorgestellt, dass es allerdings auch das faulste Tier ist verriet man mir nicht. Immer war ich hinten dran und erst mit Dauerbepeitschung ging es dann mal etwas besser. Weil es aber so toll war, selbst nachdem ich dann auch noch beim absteigen mehr abgefallen als –stiegen bin und der Spott aller war, haben wir uns für den nächsten Tag Pferde für eine Bergbesteigung organisiert. Um 7 Uhr war es dann dunkel im Dorf – komplett. Keine Elektrizität führt dazu, dass eine Kerze das einzige ist, was viele Häuser beleuchtet. Leckeres Essen bekommen und mit den Fingern gegessen. Lesotho ist so toll, die Menschen so freundlich und herzlich und die landestypische Kleidung sehr nett. Sie besteht aus einer um den Koerper gewickelten Decke und einem tollen Hut, den mir leider keiner verkaufen konnte in der kurzen Zeit. Das hoechste Land der Welt ist, nachdem es in der Vergangenheit britisches Protektorat war, jetzt autonom und auch ein wenig Stolz darauf, einen Koenig zu haben und umgeben von Südafrika doch etwas besonderes zu sein. Zu recht. Nach guten Schlaf und Simeons Hundeschock (Oh! Oh!! Oooh!!!) des Lebens am nächsten Morgen dann auf die Pferde – ich hatte ein anderes, ja! – und mit einem Jungen aus dem Dorf losgetrabt. Toll, wie Pferde funktionieren, man kann es ja eigentlich echt so nennen, und wo die so alles hoch kommen. Oben auf dem Berg angekommen, die Aussicht genossen während die Pferde ein paar Meter vor dem Ziel grasend warten, weil es zu steil wurde. Auf dem Rückweg bin ich dann noch mal vom Pferd gefallen, wir waren ob der Strecke unterschiedlicher Meinung. Dann verabschiedet und zur Grenzstation losgewandert, wo unser Auto wartete. Ganz schön weit und ganz schön steil. Auf der Rückfahrt ein altes Album von Pink Floyd gehört, welches ich nicht kannte. Mit einem ausgiebig genossenen Abend nach gegrilltem Abendessen, gerade von Simeon, endete unsere erste Woche voll von toller Landschaft, tollen Menschen, interessanten Begegnungen, Weit- und Einsichten im Taxi nach Durban, den Rucksack zusätzlich gefüllt mit einer Menge Erfahrungen.

Ich auch mal wieder….

aber nicht auf reisen sondern einfach mal melden! Hab ja schon laenger nichts mehr von mir hoeren lassen!

Also mir geht es gut! Besser. MAnchmal richtig gluecklich! Man kann es so ausdruecken: ich bin zufrieden!

Ist auch irgendwie viel passiert, aber wie das immer so ist, ist es einem entfallen wenn man darueber reden will. deshalb nur die hervorstechenden dinge! Ich habe eine Wand in meiner schule gestrichen mit Ghana und Afrika MAp! ich wueder euch ja gerne die bilder zeigen aber da meine kamera einen virus hat kann ich irgendwie keine bilder hochladen, ganz angesehen davon, das es hier sowieso kaum funktioniert! Also ihr muesst euch einfach eine terracotta farbene wand vorstellen mit afrika und ghana in gelb, braeunlich, guen farben und dann habt ihr noch nicht mal ansatzweise die schoenheit dieser wand in gedanekn aber das macht nichts! ich werde euch die bilder schon noch zeigen! ich bin auf jedenfall maechtig stolz und die kinder sind auch alle sehr begeistert und haben mich gezwungen oder gebeten meinen namen darunter zu schreiben damit sie sich an mich erinnern koennen! das war sehr schoen! die lehrer haben sich auf bedankt! und mir tat es sehr gut endlich mal etwas praktisches gemacht zu haben. werde noch ein bisschen mehr streichen aber da die einzige komplett bemalbare wand jetzt schon besetzt ist wird das nicht mehr so viel tolles geben! aber ich moechtetrotzdem noch etwas farbe in die schule bringen!  Vor kurzem war uebrigens unser mathelehrer fuer zwei wochen weg, weil er eine andere arbeit gefunden hatte und die schueler (besonders die orberste klasse, welche kurz vor dem examen steht) wurde einfach mal sich selbst ueberlassen! KEin matheunterricht fuer diese zeit!!!! STellt euch mal vor das wuerde bei uns vorm abi passieren! Wir wuedern ausrasten (sind wir ja schon genug bei herr sanders und er war wenigstens ab und zu da!) Naja jetzt ist er auf jedenfall wieder da, weil er bei seiner neuen arbeit die ganze zeit krank war!Ansonsten haben wir noch einen anderen lehrer bekommen und der ist 19!!!!!!!! Juenger als ich! ihc mein, das durchschnittsalter meiner lehrer liegt sowieso bei etwa 24 oder 23! ISt aber normal hier bei privatschulen!

Desweiteren war ich vor kurzen heftig krank. erst waren es einfach nur heftigste magenkraempfe und dann kam noch fieber und durchfall und so dazu und ich dacht schon ich haette malaria! War ziemlich verzweifelt so alleine weil meine  familie vor meiner tuer stand und gelacht hat und ich nicht wusste ob ich ins krakenhaus gehen sollte oder nicht! ICh habs dann bis zum naechsten morgen abgewartet und dann war das fieber runter und es ging mir besser! War also eher keine malaria sondern irgendeine darmsache wahrschienlich! Zum glueck ist noch eine andere Volunteer in jukwa, die ich dann angeschieben habe und sie waere mit mir ins krankenhaus gfahren, das hat mich schon sehr beruhigt, weil krankenhaus ist hier wirklich die hoelle! nein so schlimm nicht aber du kannst locker fuenf stunden warten bis du mal dran kommst!

In der schule laeuft es im moment ganz gut! ALso mit meinen kids macht es sehr spass! die wollen nie, das ich aus dem klassneraus raus gehe. letztens bin ich mit ihenen raus gegangen und habe rechts links uebungen und andere sachen mit ihenen gemacht! das wa sehr chaotisch aber schoen! Wenn man ihnen es zeigt, sind sie auch sehr anhaenglich, aber eigentlich ist hier liebevoller koerperkontakt eher nicht vorhaden! ein kind wird eigentlich ne umarmt oder so! Das muss ich denen noch ein bisschen zeigen! aber dann auch noch dazu, das sie nicht uebertreiben duerfen, weil sie keine grenzen kennen! aber da ich die verhaeltnisse hier jetzt kenne, kann ich da besser mit umgehen! Und ich glaube auch das meine methode, mit den kindern umzugehen ,wurzeln schlaegt!

Der tolle lehrer in meiner schule hat vor kurzem gesagt, da haben wir ueber kirche und so gesprochen, das diese kirchgaenger nur damit ihr gewissen beruhigen, weil wie er an mir sehen kann, muss man nciht zur kirche gehen um sich richtig zu benehmen! Und er hat recht! ueberall wird von jesus und gott und bibel geredet aber trotzdem verhalten sich meine lehrer zum beispiel so bloed! Habe mich vor kurzem nmit einem vater angelegt, der zur schule gekommen ist und seinen sohn total verpruegelt hat! Ich war so wuetend! Deren argument ist immer, es geht ja in der bibel! alsi iuch ihn gefragt habe,ob er mir die stelle zeigen kann musste er verneinen! Idiot! die lehrer haben mi die stelle dann gezeigt und da steht : diszipliniert eure kinder!!!!! NICHT schlagt eure kinder! aber die macher dieser ghanaischen bibel, haben direkt mal ein bild zu diesem vers gemacht wo ein kind uebers knie gelegt wird!!!! So ist hier die erziehung! irgendjemand meint disziplinieren heisst schlagen und macht ien bild in die BIBEL, die ueberall gelsen wird! und so wird es die rechtfertigung zum schlagen!

Wir leben uebrigens viel zu sehr nach der uhr! Ach, wir haben sechs uhr, ich muss essen, auch wenn ich keinen hunger hab! Ach, es ist acht uhr, ok ich muss aufstehen auch wenn ich viel lieber im bett liegen wurde!….  nur so als anmerkung!

Bis bald!

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